Gefahrguteinsatz auf Betriebsgelände.
Am frühen Mittwochmorgen wurde der Feuerwehr Paderborn um 3:34 Uhr ein undichter Gefahrgutbehälter auf dem Gelände einer Speditionsfirma gemeldet.
Nach Auskunft des Gefahrgutbeauftragten der Spedition waren auf der Ladefläche eines LKW 70 kg Hypochloritlösung (Natronbleichlauge) aus einem Behälter ausgelaufen. Da es sich bei dem Stoff um eine ätzende Flüssigkeit handelt, die bei Freiwerden und Vermischen mit Luft gesundheitsgefährdende Dämpfe entwickelt, wurde der Bereich um den LKW-Anhänger in einem Radius von 50 m zunächst gesperrt.
Aufgrund der Tatsache, dass der LKW mehrere Behälter der ätzenden Lösung sowie weitere Gefahrstoffe geladen hatte, wurde zunächst ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz eingesetzt, um zu klären, ob weitere Behältnisse beschädigt wurden. Dies war nicht der Fall. Ein Auffangen der ausgelaufenen Flüssigkeit war seitens der Feuerwehr nicht mehr notwendig, weil diese größtenteils in die Kanalisation des Betriebes gelaufen war. Da eine weitere Umweltgefährdung über das öffentliche Kanalnetz nicht ausgeschlossenen werden konnte, wurden die Untere Wasserbehörde und der Stadtentwässerungsbetrieb (STEB) hinzugezogen. Zwei Mitarbeiter der Spedition, die beim Entladen des LKW eingesetzt waren und die ätzenden Dämpfe eingeatmet haben, wurden vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus transportiert.
Im Einsatz waren das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Wache Süd, der Gerätewagen-Gefahrgut, der Gerätewagen-Messtechnik, das KEF der Wache Nord, ein Rettungswagen sowie der Einsatzführungsdienst. Zur Besetzung der Wache Süd wurden die freiwilligen Löschzüge Mitte/Ost und Süd/West alarmiert. Bericht: Feuerwehr Paderborn, Foto: M. Köppelmann.
Bericht: Neue Westfälische
Die Feuerwehr rückte am frühen Mittwochmorgen aufgrund eines Gefahrgutunfalls bei einer Firma an der Pamplonastraße aus. Mitarbeiter einer Spedition hatten die Einsatzkräfte alarmiert, als ihnen auf der Ladefläche eines Lkw ein undichter Behälter mit Natronbleichlauge aufgefallen war. Dem Gefahrgutbeauftragten der Spedition zufolge waren auf der Ladefläche des Transporters 70 Kilogramm der Hypochloritlösung aus einem der sechs Behälter ausgelaufen.
Weil es sich bei dem Stoff um eine ätzende Flüssigkeit handelt, die an der Luft gesundheitsgefährdende Dämpfe entwickelt, "haben wir das Gebiet um den Lkw-Anhänger in einem Radius von 50 Metern abgesperrt", so Einsatzleiter Marc Hammerstein von der Feuerwehr Paderborn. Da der Lkw weitere Gefahrstoffe geladen hatte, prüften die zwölf Feuerwehrmänner und -frauen während des rund dreistündigen Einsatzes mit Atemschutzmasken, ob noch andere Fässer beschädigt wurden. "Dies war aber nicht der Fall", teilte die Feuerwehr mit. Die ausgelaufene Flüssigkeit ließ sich von der Feuerwehr nicht mehr auffangen. Deshalb zog die Einsatzleitung den Stadtentwässerungsbetrieb und die Untere Wasserbehörde hinzu. Angaben des Kreises zufolge ist die Lauge in die Kanalisation des Betriebes gelaufen. Das öffentliche Kanalnetz sei nicht betroffen. "Experten haben die Flüssigkeit inzwischen aufgefangen, abgepumpt und entsorgt", sagte eine Kreissprecherin auf Nachfrage der Neuen Westfälischen. Zwei Mitarbeiter der Spedition, die den Transportwagen entluden und die ätzenden Dämpfe einatmeten, wurden vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus gefahren.
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