Neues Einsatzleitfahrzeug für die Feuerwehr Büren.
Büren (cgr). Damit künftig an der Einsatzstelle die Informationen genauso schnell fließen wie das Löschwasser, bedarf es einer bestimmter Ausstattung. Mit dem neuen Eisatzleitwagen der Feuerwehr ist dies kein Problem mehr. "Die schnelle Verfügbarkeit von Informationen am Einsatzort, wie auch die Fähigkeit, die richtige Information zur richtigen Zeit an die richtige Person zu bringen, kann lebenswichtig sein" erklärt Bürgermeister Burkhard Schwuchow bei der Schlüsselübergabe an Andreas Müller, den Leiter der Feuerwehr Büren. "Genau dafür ist dieses Fahrzeug angeschafft worden."
Der umgebaute Mercedes Sprinter beherbergt zwei vollständige Arbeitsplätze mit Computern, Sprechfunkanlagen, Fax, Internet- und Telefonanschlüsse und dient im Einsatzfall als Kommunikationszentrale und birgt die Möglichkeit, Informationen mit der Kreisleitstelle und dem Rettungsdienst auszutauschen. Neben dem neuen Einsatzleitwagen (ELW) wurde auch der im letzten Jahr beschaffte Mannschaftstransportwagen (MTW) von Pastor Ralf Scheel gesegnet. Auf dem neuen Einsatzwagen befinden sich zusätzlich auch eine Wärmebildkamera und ein Explosimeter. Die Kamera wird zukünftig zum Beispiel zur Personensuche in verrauchten Gebäuden Verwendung finden. Auch das Aufspüren von Glutnestern ist mit der Apparatur möglich. Das Explosimeter, oder EX-Meter, ist für die Sicherheit der Einsatzkräfte unerlässlich, da es explosionsfähige Gas-Luft-Gemische anzeigen kann.
"Die Mittel für diese beiden wichtigen Geräte kommen von örtlichen und überörtlichen Spendern" freut sich Müller. "Meinen Dank möchte ich ganz besonders Burkhard Schwuchow aussprechen, der sich sehr engagiert um die nötigen Spender gekümmert hat. Ohne ihn hätte der Löschzug Büren diese Ausrüstung nicht anschaffen können."
Bericht / Fotos: Neue Westfälische

Westfälisches Volksblatt
Neuer Einsatzleitwagen der Feuerwehr Büren ermöglicht schnelle Brandeinschätzung
Büren (mon). Ein Büro auf Rädern - so in etwa lässt sich der Einsatzleitwagen beschrieben, den die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Büren seit kurzem ihr Eigen nennen darf. Besonders die darin enthaltene Wärmebildkamera soll zur Sicherheit der Bürener beitragen. Vorgestellt und gesegnet wurde der neue Wagen jetzt beim Tag der offenen Tür.
Feuerwehrleute treffen bei jedem Einsatz auf neue Gefahrenlagen. Bei intensiver Verrauchung ist es zudem schwer, die Lage genau einzuschätzen. Helfen soll dabei die neue Wärmebildkamera. Mit ihr kann der Truppführer durch Rauch und Löschwasserstrahl sehen, Brandherde lokalisieren und abschätzen, ob Feuerwehrmänner unbeschadet ein Gebäude betreten können oder aber ein Brand in der Zwischendecke für sie zu gefährlich sein könnte. Die Kamera gehört nun zur Ausstattung des neuen Feuerwehrleitwagens, einem aufgerüsteten Mercedes Sprinter. Das »fahrende Büro« hat damit jetzt einen Gesamtwert von 100 000 Euro und ist so etwas wie die Koordinationsleitstelle für Andreas Müller, den Leiter der Feuerwehr Büren. Mit der Wärmebildkamera sei sowohl für die Personensuche in verrauchten Gebäuden als auch die Ortung von Brandherden eine professionelle Basis für die Einsätze geschaffen worden, sagte Müller. All dies stellte er beim Tag der offenen Tür auch den Besuchern im Feuerwehrgerätehaus vor. Auch über die verschiedenen Einsätze wurden die großen und kleinen Gäste informiert. Neu - so erfuhren die Besucher weiterhin - ist ebenfalls ein Gasmessgerät. Dieses ist so groß wie ein Handy und ist auf die Feststellung von explosionsfähigen Gemischen ausgelegt. Als weitere Ergänzung des neuen Einsatzleitwagens ermöglicht es, bei einem Einsatz die Gefahrenlage vor Ort schnell auszumachen, bevor das Gefahrengebiet betreten wird. Bereits vor zwei Jahren war ein Anlauf unternommen worden, den in die Jahre gekommenen alten Einsatzleitwagen zu ersetzen. Diese Initiative aber scheiterte. Andreas Müller lobte nun die Initiative von Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow. Er habe sich persönlich des Projektes angenommen und die Verwirklichung nun möglich gemacht. »Die ganz frühe Grundausstattung - ein Feuerwehrmann und ein Eimer - sind heute absolut unzureichend. Die Brandbekämpfung ist nur noch eine von vielen Aufgaben der Feuerwehr«, sagte Schwuchow. Verkehrsunfälle, Großschadensereignisse, Katastropheneinsätze und viele andere Herausforderungen seien hinzu getreten. Eine gute Ausbildung der Feuerwehrleute, aber auch schnelle Informationen vor Ort seien entscheidend für den Einsatz. »Hierfür ist dieser Einsatzleitwagen als fahrendes Büro mit Bildschirm, Monitor, Telefon, Fax, Kartenmaterial und jetzt Wärmebildkamera und Gasmessgerät bestens ausgestattet«, freute sich Schwuchow. Er übergab den Schlüssel des neuen Einsatzfahrzeuges beim Tag der offenen Tür offiziell an Andreas Müller, nachdem der Wewelsburger Pastor Ralf Scheele dem aufgerüsteten Sprinter zuvor seinen Segen erteilt hatte. Insgesamt 10 000 Euro waren jetzt für die letzte Rate für den Sprinter sowie Wärmebildkamera und Gasmessgerät fällig. 8000 Euro dafür steuerten die Bürgerstiftung Büren, die Volksbank Büren-Salzkotten, die Eon Westfalen-Weser, die Sparkasse Paderborn, die RWE und die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold zusammen bei. 2000 Euro übernahm die Stadt Büren.
 Die Wärmebildkamera ist so breit wie eine Hand und auch nur doppelt so lang.Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow übergibt beim Tag der offenen Tür den Schlüssel des neuen Einsatzleitwagens an den Leiter der Feuerwehr Büren, Andreas Müller. Fotos: Herbert Simon |